In dieser Woche war einmal wieder etwas mehr los, juhui. Weil wir nicht nach Alpnach verschieben konnten um dort die bewaffnete Wache in der PRaxis zu üben, musste sich die Schule etwas einfallen lassen. Also mussten wir ein Gebäude innerhalb des Geländes in Payerne bewachen. Für die WKs ist es Pflicht, dass jeder Soldat mind. 2h mit geladener Waffe Wache macht. So stand ich den ganzen Donnerstag Vormittag im Regen und wartete bis die Zeit umging. Zum Glück mussten die Büroordonnanzen nur das Minimum machen. Ich habe es ehrlich gesagt etwas unterschätzt, denn die Splischu (Splitterschutveste) wiegt ca. 10kg und das geht relativ schnell in den Rücken. Zur Wache gehören auch noch Patrouille und Reserve. Ein positiver Punkt hatte es definitiv. Ich war die einzige Deutschschweizerin und wie ihr mich kennt, kann ich nicht nicht mit anderen Leuten sprechen. Also war ich praktisch gezwungen, mein Französisch zu üben. Nach diesen 16 Wochen konnte ich meine Sprachkenntnisse definitv verbessern. 🙌
Am Freitag wurde mir wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, manchmal ein bisschen ein "Strebi-Soldat" zu sein. Ich wurde von einemf Leutnant auf den Flugplatz eingeladen. Treffpunkt war in der Halle wo die Feuerwehrautos bereitstanden. Eigentlich sollten wir von dort aus weiter gehen, als plötzlich der Alarm los ging. Keine Angst, es war nur eine Übung für das Unfallpikett. Dies war aber wirklich im dümmsten Zeitpunkt. Zum Glück wusste ich gleich was machen und sprang in den "Pausensektor". Der ursprünglich geplante Ausflug konnte aber trotzdem noch stattfinden weil noch ein anderer Wachtmeister da war um mich und den Bürochef zu den Jet-Boxen zu bringen. Dort durften wir zuschauen, wie der FA-18 zum Start vorbereitet wird. Für mich war dies ein cooles Erlebnis und es war sehr schön, einmal etwas aus dem Büro zu kommen. 😊
Song der Woche: Chame mache - Les Touristes